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Literaturkritik

Insa Wilke hat von 2006 bis 2010 für die Frankfurter Rundschau und von 2007 bis 2012 für DIE ZEIT geschrieben. Heute schreibt sie u.a. für die Süddeutsche Zeitung sowie den Rundfunk. 2014 wurde sie mit dem Alfrend-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Seit 2017 ist sie neben Denis Scheck und Ijoma Mangold festes Mitglied im „lesenswert quartett“ (SWR Fernsehen). Sie ist Mitglied verschiedener Jurys, derzeit u.a. Ingeborg Bachmann Preis (seit 2021 Vorsitzende der Jury), Deutscher Verlagspreis (seit 2020 Vorsitzende der Jury), Literaturpreis Fulda, SWR Bestenliste.

Leseproben:

Rausch, Alltagsverherrlichung & Rebellion. Erwin Einzinger erzählt in seinem Roman „Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik“ assoziativ, wüst und durchaus unterhaltsam, in: Frankfurter Rundschau, 2. November 2005.

Auf dem Höllenfluss durchs Paradies. Salman Rushdie webt in seinem neuen Roman „Shalimar der Narr“ mit stählernen Fäden das Lied von Liebe und Hass in Zeiten des Terrors, in: Frankfurter Rundschau, 21. Juni 2006.

Wofür es sich zu leben lohnt. Zadie Smith, Shootingstar der britischen Literatur, begegnet in dem Roman „Von der Schönheit“ dem bewunderten Edward M. Forster, in: Frankfurter Rundschau, 5. September 2006.

Mit Fledermausgehör. Man glaubt es kaum: Dorota Maslowska rappt die „Reiherkönigin“, in: Frankfurter Rundschau, 20. Juni 2007.

Auch Männer tragen dünnes Fell. In seinen Briefen ist der Dichter Nicolas Born radikal und aufrichtig – ein Prisma seiner Zeit, in: Frankfurter Rundschau, 11. Juli 2007.

Was tut er bloß, der Mensch? Mit Patricia Görg durch das Jahr, in: DIE ZEIT, 21. August 2008.

Der lange Blick. Am 1. November erhält Josef Winkler den Georg-Büchner-Preis. Geehrt wird einer der eindringlichsten Dichter des deutschen Sprachraums, in: DIE ZEIT, 30. Oktober 2008.

Die Kritik auf den Prüfstand. Die ideologische Brille ist längst beschlagen, setzt sie endlich ab: Weshalb die Frage „Was bleibt von der Literatur der DDR?“ den Punkt nicht trifft, in: Frankfurter Rundschau, 28./29.3.2009.

Die Lust in der Mitte des Kirschkerns. Die „Tränenfabrik“ der weißrussischen Dichterin Valzhyna Mort ist Lyrik von Weltrang, in: DIE ZEIT, 9. Juli 2009.

Das Belgrader Zen. Gekürzt unter dem Titel „Man muss kämpfen, um an der Oberfläche zu bleiben. Über Clubbing in Belgrad, den Gegensatz zwischen Belgrad und Wien und eine zeitgemäße Anverwandlung Thomas Bernhards“ in: Süddeutsche Zeitung, 22./23. August 2009.

Prager Feuchtgebiete. Gegen-Geschmacklosigkeit: Jan Faktors unerbittlicher Roman über „Georgs Sorgen“, in: Frankfurter Rundschau, 18. März 2010.

Das Fluchtloch im Buch. Giwi Margwelaschwili war ein halbes Leben lang ein deutschsprachiger Autor in Georgien, der nur für die Schublade schrieb. Seit 1993 lebt er wieder in Berlin, jetzt erscheint sein Werk auch in Deutschland, in: DIE ZEIT, 22. Juli 2010

Brotkrumenklein. Schon wieder wurde der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli in Istanbul verhaftet. Die Vorwürfe sind fadenscheinig, die Lage ist demütigend, in: DIE ZEIT, 11. November 2010.

Ich bin von außen ganz verschüttet. „Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde“: Barbara Hahn plädiert für einen neuen Umgang mit dem Opus Magnum der Berliner Salonière Rahel Varnhagen, in: DER TAGESSPIEGEL, 1. Juli 2011.

Stille Post. Rolf Dieter Brinkmanns Gedicht „In Briefen“ in der „Frankfurter Anthologie“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2012.

Neue Literatur aus Albanien und Georgien. Lindita Arapis Roman „Schlüsselmädchen“, gesendet: Deutschlandfunk/Büchermarkt am 5. November 2012.

Aus der Distanz. Annäherung an den Lyriker Friedrich Christian Delius, in: Texte + Kritik. Zeitschrift für Literatur I/2013, S. 34–43.

Unter Wasser. Wolfgang Hilbigs Gedicht „Aqua alba“ in der „Frankfurter Anthologie“, in: Frankfurter Allgemeines Zeitung, 23. Februar 2013.

„Spiegeleier im Himmel“ Birk Meinhardts Roman „Brüder und Schwestern“, in: Der Tagesspiegel, 27.2.2013.

Auch wir in Kaukasien! Georgische Literatur, in: Der Tagesspiegel, 13.3.2013.

More than honey, honey! Laudatio auf Monika Rinck anlässlich der Verleihung des Peter-Huchel-Preises 2013.

Lost Wor(l)ds. Eine europäische Sprachreise. Gespräche mit Aris Fioretos, Antonio Munoz Molina und Goran Petrovic. Ein Projekt von Kulturgenossenschaft e.V.

Dichter, Buchlawinen, Labyrinthe. Eine Fotografin und ihr Lebenswerk. Die Bilder von Renate von Mangoldt zeichnen eine Chronik des Literarischen Lebens der vergangenen 50 Jahre, in: ZEITonline, 28. Juni 2013.

Literatursendung auf WDR3: Gutenbergs Welt – „Rund ums Meer“. Sendetermin: 30. Juni 2013, 18.05 Uhr.

Zum Nichts verurteilt. Der Shootingstar Goce Smilevski und sein fast feministischer Roman: „Freuds Schwester“, in: DIE ZEIT, 11. Juli 2013.

Zwei Welten am Morgen. Zu Monika Rincks Gedicht „tischlerplatte“, in: FAZ, 12. Juli 2013.

Die syrische Schriftstellerin Rosa Yassin Hassan erzählt in ihren Romanen unkonventionell und überraschend körperlich von den Frauen in ihrem Land. WDR3, Sendetermin: 15. Juli 2013.

Unter die Haut und ins Hirn. Das Buch der Woche: Thomas Brasch, „Die nennen das Schrei“, Deutschlandfunk, Sendetermin: 8. September 2013, 16.10 Uhr.

Meine Jahre sind nicht meine Jahre. Wiederentdeckt und umstritten: Franz Tumler, ein Erzähler mit NS-Vergangenheit, in: Tagesspiegel, 24. November 2013.

Andreas Maiers Roman „Die Straße“ ist ein böses, witziges und düsteres Buch über das Erwachen der Sexualität in der Provinz, WDR3, Sendetermin: 27. November 2013.

Verstrickt in den Schicksalsfäden. Ein gnadenloser, sinnlicher Blick auf die Existenz: „Pixel“, der Novellenzyklus der ungarischen Autorin Krisztina Tóth, ist eine Entdeckung, ZEITonline, 19. Dezember 2013.

Gedichte von Franz Mon, Ron Winkler und Björn Kuhligk. Lyrik-Gespräch, Büchermarkt im Deutschlandfunk. Moderation: Hajo Steinert. Sendetermin: 01. Januar 2014, 16:10 Uhr.

Gedichte von Michael Krüger, Ursula Krechel und Kito Lorenc. Lyrik-Gespräch, Büchermarkt im Deutschlandfunk. Moderation: Hajo Steinert. Sendetermin: 07. Januar 2014, 16:10 Uhr.

„Ein schönes Leben? So ein Unsinn!“ Goran Petrovic: Ein Sternenzelt aus Stuck. Rezension für den Büchermarkt im Deutschlandfunk, Sendetermin: 8. Januar, 16:10 Uhr.

Dankesrede zum Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, gehalten am 13. März 2014 auf der Buchmesse Leipzig.

Colm Toibin ist einer der erfolgreichsten irischen Autoren der Gegenwart. In seinem Roman „Marias Testament“ erzählt er die Geschichte
Jesu Christi aus Sicht seiner Mutter Maria – ein einfühlsames Lehrstück über Ideologie und ein seltenes Sprachkunstwerk, WDR3, Sendetermin: 7. April 2014.

Yoko Tawada hat mit „Etüden im Schnee“ eine Parodie auf die Diktaturen in der Sowjetunion und der DDR und auf den Umgang mit verfolgten Minderheiten geschrieben, aus der Sicht des Eisbären Knut und seiner Mütter! Ein waghalsiger und großartiger Drahtseilakt zwischen Prosa und Poesie, zwischen Persiflage und Elegie, WDR3, Sendetermin: 23. April 2014.

Grabungen im deutschen Innenleben. Ines Geipel hat mit „Generation Mauer“ nicht einfach das Porträt einer Alterskohorte geschrieben. Sie lotet aus, wie sich politische Brüche ins Private einschreiben. ZEITonline, 7. Mai 2014.

„Jede Floskel eine Sünde. Weltliteratur neu aufgelegt: „Theoda“ von S. Corinna Bille“, am 26. Mai 2014 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Clios Gehilfen. Schriftsteller erzählen Europa. Eine literarische Reportage mit Aris Fioretos, Antonio Munoz Molina, Goran Petrovic, Katja Petrowskaja u.a., Sendetermin: 10. August 2014, 0.05 Uhr, Deutschlandradio Kultur.

Der Tanz am Rhein. Jens Hagen und sein „Köln-Poem“, Tagesspiegel, 23. September 2014.

Friedhof der erforenen Schwäne. Kerstin Preiwuß dringt mit ihrem ersten Roman „Restwärme“ in ein schwer bewachtes Gebiet vor: eine Kindheit der  Nachkriegszeit, Tagesspiegel, 28. September 2014.

„Das Vergessen ist eine Illusion.“ Nino Haratischwili im Gespräch über ihren Jahrhundert-Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“, in: Volltext 3/2014.

Die Zeit begräbt die Wahrheit nicht. Im Irak gehört Fadhil al-Azzawi zu den bekanntesten Schriftstellern. Jetzt liegt sein erfolgreichster Roman „Der letzte der Engel“ auf Deutsch vor, in: Süddeutsche Zeitung, 6. November 2014.

Augenwind im Gedächtnisraum. „Lichte Lieder zu leicht, zu schwer“: Andreas Altmanns Gedichte, in: Süddeutsche Zeitung, 25. November 2014.

Einmal eine alternative Realität, bitte! Roman Ehrlichs Erzählungen „Urwaldgäste“, Zeitonline, 28. November 2014.

Nino Haratischwilis Roman „Das achte Leben. (Für Brilka)“. Eine Erzählung gegen das Vergessen, Büchermarkt im Deutschlandfunk, Sendetermin: 15. Dezember 2015.

Reißverschlüsse in den Augen. Die deutsch-kroatische Autorin Marica Bodrožić hat ein streitbares Manifest für eine Sprache des Friedens geschrieben, in: Süddeutsche Zeitung, 4. Februar 2015.

Bettlerin, Märtyrerin, Racheengel in eigener Mission. Im Spiegelkabinett der Christine Lavant, Zeitonline, 1. März 2015.

Die Exorzistin. Sibylle Berg legt die Parodie auf das Mittelmaß mit der Polemik ins Bett – ihre Ansage an die Leser: Ihr bekommt jetzt das Buch, das ihr verdient, Süddeutsche Zeitung, 2. März 2015.

Gegen den Tod. Jan Brandts Versuch, die Grenzen der Popliteratur zu überschreiten. Gekürzt unter dem Titel „Jedem Anfang wohnt ein Jammer inne“ erschienen in: Süddeutsche Zeitung, 18. Juni 2015.

Die innere Einstellung und der Stil. Was treibt Dichterinnen und Dichter der Gegenwart an und um? Feature, Deutschlandradio Kultur. Sendetermin: 16. August 0:05 Uhr.

„Große Worte. Große Gefühle. Und am Ende doch nur Gewalt.“ Feridun Zaimoglus Hommage ans Istanbuler „Siebentürmeviertel“, unter dem Titel „Dieses Land ist verflucht“ in: Süddeutsche Zeitung, 6. September 2015.

Letzte Reise. Alban Nikolai Herbst erzählt vom richtigen Sterben, unter dem Titel „Der alte Kapitän Tod“ leicht verändert in: Süddeutsche Zeitung, 3. November 2015.

Subkutan explosiv. Katerina Poladjans Roman „Vielleicht Marseille“, in: Süddeutsche Zeitung, 25. November 2015.

Was weißt du schon vom Gedicht? Daniela Seels Versuch, den eigenen Standpunkt zu unterwandern, in: Süddeutsche Zeitung, 17. Januar 2016.

Angstfreie Verletzbarkeit. Der neue Roman von David Grossman, in: Süddeutsche Zeitung, 17. Februar 2016.

Der aufrecht lesende Mensch. Längst ist der bulgarische Autor Georgi Gospodinov auch außerhalb seiner Heimat ein Star: Sein neuer Erzählband vereint Meisterstücke, Scherze und Fingerübungen, in: Süddeutsche Zeitung, 26. Mai 2016.

Die reine Kunst des Dichtens. Lyrikgespräch mit Michael Braun und Hajo Steinert über Bücher von Ann Cotten und Anja Kampmann. Deutschlandfunk
Büchermarkt, 22. Juni 2016, 16:10 Uhr.

Das Liebesleben der Stimmen. Lyrikgespräch mit Michael Braun und Hajo Steinert über Bücher von Wulf Kirsten und Hendrik Rost. Deutschlandfunk
Büchermarkt, 5. Juli 2016, 16:10 Uhr.

Das Blaue vom Himmel. Der ungarische Schriftsteller Ferenc Barnás und sein Roman „Der andere Tod“, in: Süddeutsche Zeitung, 12. September 2016.

Absolutes Azur. Thomas Stangls Essayband „Freiheit und Langeweile“, in: Süddeutsche Zeitung, 14. Oktober 2016.

Ein Horsd’œuvre zum Œuvre. Sitzen Sie sicher im Sattel der Literatur? Teresa Präauer lädt mit „Oh Schimmi“ zum Rodeo ein, unter anderem Titel
in: Süddeutsche Zeitung, Buchbeilage zur Frankfurter Buchmesse 2016 (21.10.2016).

Kritikergespräch im Büchermarkt mit Michael Braun und Beate Tröger über die Lyrik-Reihe „Zwiesprachen“ und Zbigniew Herberts „Gesammelte
Gedichte“, Deutschlandfunk, 14.November 2016.

Kommst Du aus Deutschland oder aus Überzeugung? Jörg Armbrusters „Willkommen im gelobten Land?“ erzählt über deutschstämmige Juden, die vor dem Holocaust nach Israel geflohen sind. Zeitonline, 17. März 2017.

Das innere Elend im Blick. Dave Eggers Roman „Bis an die Grenze“, Büchermarkt im Deutschlandfunk, 21. April 2017.

Heldenhaft wild und hart poetisch. Der andere Knausgård: Die autobiografischen Skizzen des Norwegers Tomas Espedal sind auf Deutsch erschienen. Süddeutsche Zeitung, 19. Juni 2017.

Ann Cotten: Jikiketsugaki. Büchermarkt im Deutschlandfunk, 21. Juli 2017.

Weil ich nichts bereu. Christine Lavants „Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus“ und Nachlass-Gedichte zeigen sie als Rebellin. Süddeutsche Zeitung, 17. August 2017.

Hab ich sehr schön gemacht. Über Angela Steideles erotische Anne Lister-Biographie. Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2017.

Die weiße Frau, das gierige Tierchen. Dany Laferrières hinreißender Freiheitsroman „Die Kunst, einen Schwarzen zu lieben ohne zu ermüden“. Süddeutsche Zeitung, 23. November 2017.

Wider den bigotten Zirkus. Durs Grünbeins neuer Gedichtband „Zündkerzen“. ZEITonline, 1. Dezember 2017.

Von Lust und Wahn und Schuld. Gert Loschütz‘ Roman „Ein schönes Paar“. Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2018.

Mein Name ist unwichtig. Die Erfahrung des Krieges und eine neue Ästhetik: Die Autorin Rasha Abbas steht für eine junge syrische Literatur aus Deutschland. Süddeutsche Zeitung, 22. April 2018.

Jenseits der Glasglocke. Elfriede Jelineks wiederentdecktes Drehbuch „Eine Partie Dame“ von 1981 wurde nie verfilmt. Ihr Wiener Agententhriller ist so stark, dass er für sich stehen kann. Süddeutsche Zeitung, 10. Juni 2018.

Der notorische Vegeiger. Lyrik von Ivan Blatý, dem tschechischen Retter der Moderne, Süddeutsche Zeitung, 21. Juni 2018.

Die späte Rache der Ida A. Sie war Sigmund Freuds berühmteste Patientin: Am Fall „Dora“ entwickelte er seine Hysterieanalyse. Die Autorin Katharina Adler, die Urenkelin dieser historischen Figur, schreibt die Lebensgeschichte ihrer Ahnin, Süddeutsche Zeitung, 25. Juli 2018.

Im Süden die Hoffnung. Christian Torklers eurofuturistisches Romandebüt „Der Platz an der Sonne“ kehrt die Vorzeichen der globalen Migration um.
Warum nur entsteht daraus nicht wirklich ein alternatives Weltbild? Süddeutsche Zeitung, 5. September 2018.

Gelöscht ist für immer gespeichert. Inger-Maria Mahlkes Roman „Archipel“ erzählt anhand von drei Familien vom spanischen Faschismus und Kolonialismus. Er ist zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert. ZEITonline, 11. September 2018.

Und weiter wirbelt das Kunsthandwerk. Philipp Weiss will in seinem Romanprojekt „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“ das große Ganze erzählen. Es wird kein Sprachereignis daraus, Süddeutsche Zeitung, 30. September 2018.

Ketil Björnstadt: Die Welt, die meine war. SWR2, 4. November 2018.

Innen gegossen, außen lässig. Hans Magnus Enzensbergers Buch „Eine Handvoll Anekdoten – auch Opus incertum“ ist ein Dialog des Autors mit sich selbst. Er perfektioniert darin seine Kunst, sich nicht in die Karten blicken zu lassen, https://www.sueddeutsche.de/ku…, 21. November 2018.

Babuschka auf den Barrikaden. Maria Stepanova wahrt in ihrem Roman die Souveränität der Toten gegenüber den Lebenden und konterkariert die russische Erinnerungspolitik. In Deutschland könnte man das missverstehen, Süddeutsche Zeitung, 16. Dezember 2018.

Nocken und Haken. Timea Tankós fabelhafte Übersetzung der kleinen, wundersamen Erzählungen des ungarischen Klassikers Andor Endre Gelléri, Süddeutsche Zeitung, 15.1.2019.

Ein Problem der Form. Passend zur aktuellen Debatte um die Frage, welche ästhetischen Antworten die Literatur auf die Geschichte des Nationalsozialismus und den Holocaust finden kann, ist Thomas Lehrs Novelle „Frühling“ neu erschienen, Süddeutsche Zeitung, 29.1.2019.

Die befreiung der Weißen. James Baldwins ikonischer Essay „The fire next time“ liegt wieder in deutscher Sprache vor, Süddeutsche Zeitung, 11.3.2019.

Nicht salonfähig. Noch Komposition oder schon Kompost? Der zweite Roman des israelischen Autors Tomer Gardi ist mit seinen unverfrorenen, respektlosen Witz eine Geduldsprobe und eine direkte, universell gültigePublikumsbeschimpfung, die schon im Titel beginnt, Süddeutsche Zeitung, 18.3.2019.

Schreiben ist der letzte Ausweg. Annie Ernaux begann nach dem Tod ihres Vaters zu schreiben. In ihrem Buch „La place“ erforscht sie die Entfremdung von ihm und ihre Kindheit in einem Milieu, in dem abgestraft wird, wer abweicht, Süddeutsche Zeitung, 21.3.2019.

Eine junge Stimme für die Lyrik. Ines Berwings „muster des stillen verkabelns“, Büchermarkt im Deutschlandfunk, 24.4.2019.

Ordnung und Schicksal. Derpolnische Erfolgsautor Szczepan Twardoch zeigt sich mit seinem „Tagebuch vom Leben und Reisen“ anschlussfähig für die große Nostalgie, Süddeutsche Zeitung, 13.6.2019.

Champagner für Rinck. Das Kritikergespräch mit Beate Tröger und Michael Braun. Moderation Insa Wilke, Büchermarkt im Deutschlandfunk, 16.7.2019.

Vom Leben als Produkt des Krieges. Roman-Debüt von Ocean Vuong. Süddeutsche Zeitung, 24.7.2019.

Als würde sie mit dem Florett durch die Zeilen tänzeln. Brigitte Kronauers letztes Buch, Süddeutsche Zeitung, 19.8.2019.

Nett reden, heiß weinen. Michael Donkors Debütroman „Halt“. Süddeutsche Zeitung, 4.11.2019.

Ein Gebet für Juri Gagarin. Zwei Bücher zeigen, eine wie große Künstlerin die Malerin und Schriftstellerin Etel Adnan ist, Süddeutsche Zeitung, 26. November 2019.

Ende des Gesprächs. Über Roland M. Schernikaus Hauptwerk „Legende“, Süddeutsche Zeitung, 04. Februar 2020.

Unser Mordgemüt. Mit 23 Jahren wird Jane ermordet. Ihre Nichte Maggie Nelson schreibt über den gewaltsamen Tod ihrer Tante als Familientrauma und fragt: Was ist das für ein Wesen, das die Frau als Opfer sieht und zurichtet? Süddeutsche Zeitung, 10. März 2020.

Zwiegespräch mit Mops. Verdammt gutes Buch: Clemens Setz hat „The Sarah Book“ von Scott McClanahan ins Deutsche gebracht. Süddeutsche Zeitung, 1. April 2020.

Endlich Patagonien! Das Reisebuch des Schriftstellers William Henry Hudson ist eine Entdeckung. ZEITonline, 16. April 2020.

Eine Frau, die sich nicht anpasst. Anna Burns: Milchmann. Deutschlandfunkkultur, 27. April 2020.

Seht, ein Genie! Diese Frau hat dem Literaturkanon wirklich noch gefehlt: Mary MacLane. Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2020.

Der Lack ist ab. Iris Hanika zur Situation der Schriftstellerin im Zeitalter der Filterblase. Gekürzt erschienen in: Süddeutsche Zeitung, 8. August 2020.

Linkisch, deplatziert und schön. Dorothee Elmiger und die Avantgarde ihrer Generation. Gekürzt erschienen in: Süddeutsche Zeitung, 18. September 2020

Demenz erzählen. Vom Erinnern und Vergessen. lesenswert Feature für SWR2 mit Ann-Katrin Adams, Arno Geiger, Wiebke Loeper und David Wagner sowie Büchern von Urs Faes, Arno Geiger, Katharina Hacker, Wiebke Loeper, Paul Maar und David Wagner. SWR2, 24.11.2020.

Ist das wichtig oder kann das weg? In öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten schwinden die Orte für Literatur und ihre Kritik. Das ist ein Symptom eines viel größeren Problems. Zeitonline, 12.02.2021.

„Sie war still, hat Gebirge verschluckt.“ Hier herrscht eine Sprache, in der die Lebenden und die Toten voneinander wissen: Yevgeniy Breygers herausragender Gedichtband „Gestohlene Luft“ . Zeitonline, 17.02.2021.

Die Dichterin soll eine Lücke schließen. Der Literaturkanon soll weiblicher werden. Zu ihrem 400. Geburtstag wird die Barockdichterin Sibylla Schwarz deshalb begeistert editiert und gelesen. Vereinnahmen wir sie heute zu sehr? Süddeutsche Zeitung, 24.02.2021.

Keine Bleibe in der Wirklichkeit. Die Kritische Edition von Hannah Arendts Biographie über die Salonnière Rahel Varnhagen ist auch ein großes Lehrstück darüber, was es bedeutet, ein echtes Gespräch zu führen, Süddeutsche Zeitung, 17.03.2021.